Mittelplate: OVG-Entscheidung schafft Klarheit für verantwortungsvolle Erdölförderung
Friedrichskoog/Hamburg, 12.05.2026 Das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat heute entschieden, dass die seit vier Jahrzehnten sichere und zuverlässige Erdölförderung aus dem Feld Mittelplate, die nach international höchsten Umweltstandards erfolgt, fortgeführt werden darf. Dabei hat das Gericht die Verantwortung des Landes, der Aufsichtsbehörden und der Wirtschaft für eine sichere Energie- und Rohstoffversorgung, für den Umweltschutz und für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einer angemessenen Weise abgewogen. Die Entscheidung ist rechtskräftig und unanfechtbar.
„Die heutige Entscheidung des Gerichts ist zu begrüßen, da sie Rechts- und Planungssicherheit für die heimische Energie- und Rohstoffproduktion schafft. Sie bestätigt damit den verlässlichen Rahmen für unsere sichere und verantwortungsvolle Rohstoffförderung“, sagt Claudia Kromberg, Geschäftsführerin der Harbour Energy Germany GmbH. „Das Gericht hat mit Augenmaß und Vernunft entschieden und dabei die unterschiedlichen Interessen ausgewogen berücksichtigt. Gerade in Zeiten zunehmender geopolitischer Unsicherheiten ist die kontinuierliche Rohstoffversorgung durch eine kurze Pipeline direkt zu den Abnehmern für unser Land wichtig“, so Kromberg weiter.
Mittelplate ist die größte deutsche Erdöllagerstätte. Mehr als die Hälfte der in Deutschland geförderten Erdölmenge stammt aus diesem Feld und rund 60 Prozent der nationalen Erdölreserven liegen dort noch. Seit Beginn der Förderung im Oktober 1987 wurden bereits 43 Millionen Tonnen Erdöl sicher und verantwortungsvoll gewonnen. Das heimische Öl ist schnell und zuverlässig verfügbar und hat deutlich geringere Auswirkungen auf die Umwelt als importiertes Öl.
Die Förderung erfolgt dabei seit jeher unter strengen gesetzlichen Vorgaben und nach hohen Umwelt- und Sicherheitsstandards. Harbour Energy Germany betreibt die Bohr- und Förderinsel Mittelplate von Beginn an verantwortungsbewusst, umweltverträglich und im Einklang mit allen geltenden rechtlichen Anforderungen. Die Verträglichkeit des Betriebs mit der Umwelt wird auch durch die in der Vergangenheit für Betriebsaktivitäten durchgeführten FFH-Prüfungen belegt.
Das geförderte Erdöl gelangt an der Westküste Schleswig-Holsteins auf kurzem, emissionsarmen Weg zur weiterverarbeitenden Industrie und wird dort zu wichtigen Basisprodukten und Alltagsgütern veredelt. Die damit verbundenen Wertschöpfungsketten sichern rund 2.000 Arbeitsplätze.